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Selbstfindung: Wer bin ich wirklich?

Ein ruhiger Verstand

Überzeugungen im Verstand

Ein ruhiger Geist: Der Weg nach Hause
Aus dem Buch ‘Im Innern von Avatar’ von Harry Palmer

“Das Bewußtsein hat Fähigkeiten, die uns erlauben, mit dem physikalischen Universum zurecht zu kommen. Jedem sind diese Fähigkeiten mehr oder weniger bewußt. Allgemein gesprochen sind dies Vorstellungskraft, Denken und Erinnerung. Das sind Aspekte des Verstandes.

Nur wenige Leute sind sich bewußt, daß das Bewußtsein noch eine viel weitere, innewohnende Natur aufweist, die hinter dem Verstand liegt. Diese innere Natur ist der Bereich des Seins. Wenn dieser Bereich betreten wird, ist es recht wahrscheinlich, daß Dinge, die aus der Sicht von Vorstellung, Denken oder Erinnerung wichtig sind, völlig irrelevant, bedeutungslos werden. Von diesem unergründlichen Bereich aus werden alle Ereignisse und Erfahrungen des normalen Wachbewußtseins befriedigend vom diesem neugierig-weisen Satz umfaßt: „Das ist etwas.”

Wenn wir annehmen, daß Leute ihre Geburt überleben und sich innerhalb der normalen genetischen Bandbreite bewegen, dann sind sie von Geburt an mit diesem vorstellenden, denkenden und sich erinnernden Bewußtsein ausgestattet – mit einem Verstand. Tatsächlich sind sie mit fast nichts anderem ausgestattet. Das führt dazu, dass dieses Wesen damit aufwächst, dass seine Aufmerksamkeit auf die Belohnungen und Stolpersteine des Überlebens in einer festgefügten physikalischen Umwelt gerichtet ist – Lobesfeiern und Kampf. Hinweise, dass andere Wirklichkeiten existieren (oder geschaffen werden) könnten, die vielleicht interessantere Spiele bieten als die Wiederholung des Lust-Schmerz-Paradigmas, werden als Fantasie oder Science Fiction abgetan.

Für die meisten Wesen besteht das erste echte Kleid aus der hastig zurechtgeflickten bewußten Begrenzung: „Ich bin das Baby.” Diese Aussage ist der Anker.

Das Traurige daran ist, dass das Wesen den Rest seines Lebens vor Anker liegt. Es verbraucht seine Energie damit, diese ursprüngliche Geburtstags-Affirmation mit Flicken und Schichten von Schlussfolgerungen und Erfahrungen zu überdecken, die sich nach der physikalischen Realität richten. Es ist nicht weise, den Bereich des Seins mit dem physikalischen Universum zu verwechseln.

Schließlich gelangt das Wesen ans Ende seiner Tage auf dieser Welt, immer noch in den Definitionen des Verstandes verankert. Man könnte den Verstand als die Untiefen des Bewusstseins bezeichnen. Was hat das Wesen verpaßt? Das Wunder des Lebens? Die Ehrfurcht vor der Schöpfung? Die Ekstase des Göttlichen? Im wesentlichen hat es jegliche Erfahrung der Wahrheit verpaßt. Die einzige wirkliche Erfahrung ist ein Empfinden, unglücklich mit einem Komplex von Definitionen identifiziert gewesen zu sein, der ständigen Unterhalt erforderte. Dies gilt als gesundes Leben in der physikalischen Wirklichkeit.

Das Wesen verlässt den Körper und schüttelt den Gedächtnisverlust ab, der durch die Definitionen verursacht worden war. „Nun”, sagt es, „das ist etwas”, und bezieht sich dabei auf die entschwindenden geistigen und zerfallenden körperlichen Definitionen, als die es sich selbst geträumt hatte. Da erwacht die späte Erkenntnis, daß das Bewußtsein von Sich-Vorstellen-Denken-Erinnern doch sehr einengend wirkt. Es verankert das Leben an einem Punkt. So erhält das Wesen die erste Lektion von Avatar, doch es erhält noch keine seiner Werkzeuge. Und es brauchte dazu ein Leben! Das ist viel zu langsam. Kannst du dir vorstellen, wie viele Lebenszeiten es braucht, bis ihm dämmert, dass seine Erfahrungen etwas mit dem zu tun haben könnten, was es kreiert? Sehr langsam!

Es braucht also eine Möglichkeit, mit der das Wesen den Anker seiner Selbst-Definitionen heben kann, ohne dabei zu sterben, und mit der es die Segel in die ewigen Sphären jenseits des Verstandes setzen kann. Zurückkehren, heimkommen. Genau das zu lehren war die Herausforderung für jegliche spirituelle Praxis. Denn je mehr das Wesen arbeitet (sich vorstellt, denkt, erinnert), um den Anker zu heben, desto schwerer wird er. Der Verstand kann ein paradoxes Gefängnis sein.

Moment mal! Jetzt sieht das Wesen alle diese Avatare, die herumsegeln, phantastische Lebensabenteuer erfahren und noch dazu in Kontakt mit etwas stehen, das einen Zahltag überdauert. Intuitiv erkennt das Wesen, dass das Recht auf Glücklichsein nicht jenen vorbehalten ist, die zufälligerweise die richtige Geburt haben. Das Wesen weiß, daß es einen Weg geben muss, um den Verstand-Anker zu heben. Und natürlich gibt es ihn – Avatar.

Wie hebt es den Anker? Das Geheimnis ist: Tue absichtlich nichts. Wie macht ein Wesen das, absichtlich nichts tun? Das ist eine Schlüsselerfahrung. Ohne die Avatarwerkzeuge ist absichtlich nichts tun nicht einfach zu lernen. Diese Fähigkeit ist sehr schwierig zu erwerben.

***

Gelegentlich geschehen Augenblicke im Leben, in denen das Denken aufhört und das Wesen, unter anderem, völlig gewahr wird, was die Umstände seines Lebens sind, ohne daß es darauf reagiert. Zumindest sollten solche Augenblicke geschehen – Zeitspannen, in denen die Aufmerksamkeit den Bereich der täglichen Sorgen verläßt. Das gewöhnliche Selbst schläft ein und ein außergewöhnliches Selbst erwacht. Dieses außergewöhnliche Selbst, ein höheres Selbst, besitzt eine Eigenschaft, die das gewöhnliche Selbst nicht hat – einen ruhigen Verstand.

Ein ruhiger Verstand ist unabhängig von Zeit und reagiert und kreiert nicht unbewußt (non-deliberately). Der Anker von „Ich-bin-dies-nicht-jenes” verschwindet. Ein Gewahrsein erwacht, das jenseits begrenzender Konstruktionen liegt. Das ist ein Augenblick der Erleuchtung.

Diesen Zustand des ruhigen Verstandes zu erreichen, selbst für einen Moment, ist eine hervorragende Leistung. Eine noch größere Leistung ist, diesen Zustand zu halten. Diese Leistung ist so ungewöhnlich, daß es meistens Unglauben hervorruft, wenn man einem Wesen erzählt, daß der Zustand eines ruhigen Verstandes zu den erwarteten Resultaten des Avatartrainings zählt.

Der Sich-Vorstellen-Denken-Erinnern-Verstand kreiert ohne Unterlaß. Er wühlt in der Vergangenheit nach Gründen und Erklärungen wie ein hungriger Braunbär im Abfallhaufen. Er projiziert Absichten auf andere Menschen. Er projiziert Glück und Gefahr in die Zukunft. Er kreiert vorgestellte Szenarien, berechnet und erfindet Pläne, er macht indirekte Voraussagen und erleidet Folgen, die nie eintreten. Er stellt sich Dialoge vor, die nie stattfinden. Er macht sich Sorgen. Es singt immer dasselbe Lied, immer und immer wieder. Er analysiert sich selbst, beschimpft und lobt sich gemäß einem unsichtbaren Drehbuch. Es sucht gierig nach verborgenen Bedeutungen, selbst in den harmlosesten und unschuldigsten Bemerkungen. Er rechtfertigt und erklärt sich ständig sich selbst.

Gelegentlich, irgendwo zwischen Schadenfreude und Verzweiflung, fragt sich das Wesen: „Worum geht es eigentlich im Leben?” Und dann mahnt es sich zur Vorsicht: „Sei realistisch.” Es frägt sich, wie es zur Ruhe kommt. „Ein ruhiger Verstand? O ja, ich weiß einiges über diesen Zustand. Als ist in Indien war …”

Die Erfahrung des ruhigen Verstandes ist so außergewöhnlich schön, daß viele Menschen, die ihn einmal einen Herzschlag lang erlebt haben, den Rest ihres Lebens davon erzählen. So werden Religionen geboren – im Versuch, eine Erfahrung zu beschreiben, deren grundlegende Eigenschaft ist, daß sie unbeschreiblich ist.

Der Augenblick dieser Erfahrung wird zum geheiligten Andachtsschrein im Verstand. Eingemeißelte geistige Bilder! Trotzdem: Es ist eine wohltuende Erinnerung, sie hilft, mit der Last und der Entmutigung im Leben fertig zu werden. Sie ist ein Amulett der Hoffnung.

Die Ansicht ist weitverbreitet, daß ein ruhiger Geist erst nach langer und harter Übung erreicht werden kann (oder allenfalls vorübergehend durch die Magie eines Schamanen). Man hält das für eine so zerbrechliche Erfahrung, daß sogar ein unbewußter Atemzug sie zerschlagen kann. So ist es eine erstaunliche Überraschung, daß Avatar einer Person in wenigen Tagen lehren kann, wie sie diesen Zustand absichtlich erreichen kann. Eine erfreuliche Überraschung!

Was noch erstaunlicher, nichts desto weniger wahr, ist: Seit Avatar 1987 eingeführt worden ist, haben mehr Wesen diesen Zustand des ruhigen Verstandes stabil erlangt als in allen Zeitaltern vor Avatar.

Erinnere das Wesen daran, daß es nicht länger nötig ist, sich von der Welt zurückzuziehen, oder ein Leben der Selbstverleugnung zu führen, oder die geistige Gesundheit aufs Spiel zu setzen, um den Zustand des Ruhigseins zu erlangen.

Erinnere das Wesen daran, Avatar zu machen.”

Copyright © Star’s Edge International.

2 Responses to Ein ruhiger Verstand

  1. Für weitere Informationen, und um eigene Erfahrungen mit dem Umgang des Verstandes zu machen, nimm’ Kontakt zu uns auf.

    http://frei-leben-24.de/kontakt

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